Bio mit Marketing Ideen
Bio-Produkte und Bio-Hofläden müssen ebenfalls mit der Zeit gehen. Und nur der Betrieb, der sich aus der breiten Masse eindeutig heraus hebt, wird langfristig wirtschaftlich überleben. Denn immer mehr Bio-Bauern lassen eine lebhafte Konkurrenz entstehen, die dem Endverbraucher zu Nutze wird. Noch nie war der Bio-Konsument so umworben, wie aktuell. Frische Marketingideen sind also gefragt.
Ein Öko-Bauer aus dem Hamburger Raum zeigt mit innovativen Ideen, was es heißt, einen Bio-Bauernhof zu betreiben. Am 15.06.2008 beispielsweise fand wieder das traditionelle Erdbeerfest statt. Bootsfahrten auf dem eigenen Hofteich, Basteln mit den Kleinen, Ökoinformationen aus erster Hand sowie Kaffee und leckerer Erdbeerkuchen gehören zum Programm.
Noch eindrucksvoller aber ist die Idee mit den 100 Kuhaktien. Die Konsumenten konnten sich zum Preis von 500 Euro eine so genannte Kuhaktie erwerben, die eine direkte Beteiligung an den Bio-Produkten verspricht. Die Auswahl des Besitzers besteht in den Folgejahren zwischen 2,5 % Barauszahlung oder 5 % Naturalienauszahlung.
Ebenfalls beliebt bei der Bevölkerung ist die nun schon etablierte Wirtschaftsgemeinschaft. Dabei bezahlen die Kunden einen monatlichen Festbetrag und werden im Gegenzug mit Bio-Lebensmitteln direkt vom Hof versorgt. Das Sortiment ist vielfältig und reicht von Fleisch und Wurst über Käse, Milch, Obst und Gemüse, Brot, Mehl, Getreide, Eier und vieles mehr.
Das Konzept ist aufgegangen und der Zuspruch der Endverbraucher beweist dem Agrarwirt, dass er den richtigen Weg eingeschlagen hat. Zumal der Kontakt mit den Kunden eine zusätzliche Bereicherung und eine Bestätigung der biologischen Arbeit für die Bauersleute darstellt. Auch konnten inzwischen schon die ersten Arbeitsplätze geschaffen werden, was ebenfalls eine optimale Zukunftsdeutung zulässt.
