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Drehstühle - Allgemeines und geschichtliches zum Sitzmöbel fürs Büro


Eine kuriose Meldung brachte mich dazu, mir Gedanken über Drehstühle zu machen. Was war passiert? Menschen in der Schweiz und in Deutschland haben Bürostuhlrennen ins Leben gerufen. Hierbei gilt es so schnell wie möglich einen Hindernisparcours zu meistern. Mit bis zu 20 km/h sausen hierbei die Teilnehmer mit Helm und Knie- bzw. Ellenbogenschützern um die Hindernisse. Zuerst dachte ich daran, dass sie für dieses Rennen alte, ausrangierten Drehstühle nutzen. Doch wie sahen diese früher aus?


Drehstühle - Wie sahen Sie früher aus?



Der klassische Drehstuhl war auf einem Kreuz aus 4 Beinen. Darunter befanden sich die Rollen. Darauf war ein Zylinder mit einer Verschraubung, damit der Drehstuhl in der Höhe verstellbar war. Ich erinnere mich, wie ich als Kind darauf saß, mich immer weiter drehte, bis der Sitz aus der Verschraubung viel. Dann dauerte es wieder geraume Weile, bis ich ihn wieder aufgeschraubt hatte, und das ganze ging von vorne los. Eine Lehne hatten die alten Drehstühle selten. Die Sitzfläche war mit Leder bespannt. Später kamen dann robustere Stühle auf den Markt. Diese hatten dann schon Druckfedern um die Höhenverstellung vorzunehmen. Allerdings wurde später davor gewarnt, da diese Druckfedern explodieren konnten und sich dann durch die Sitzfläche bohrten. Auch waren sie mit nur vier Füßen sehr wackelig. Die Rollen waren immer gleich leichtgängig, so dass die Drehstühle leicht wegrollten. Die Rückenlehne konnte mit einer Stellschraube in der Höhe und sogar im Winkel verändert werden. Allerdings musste man hierzu erst um den Bürostuhl herum gehen.

Drehstühle - Wie sehen sie heute aus?

Die modernen Drehstühle unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den früheren. Am Fußkreuz sind heute 5 bis 6 Beine befestigt. Durch Rollen können Drehstühle bequem an jeden Ort geschoben werden. Aus Sicherheitsgründen sind die Rollen so konzipiert, dass unbelastete Drehstühle nicht wegrollen können. Eine belastbare Gasdruckfeder ermöglicht mit Hilfe eines Hebels, die stufenlose Höhenverstellung. Dies ist aus ergonomischer Sicht sehr wichtig, da der Rücken ab der Oberkante des Beckens gestützt werden soll. Außerdem kann die Rückenlehne in der Höhe und Neigung verstellt werden. Zusätzlich können die Armlehnen in der Höhe und sogar in der Entfernung zur Sitzfläche verändert werden. Auch die Sitze selbst können nach vorne oder hinten verschoben werden, damit die Sitztiefe stimmt. Schließlich sollen die Kniekehlen frei sein damit die Blutzirkulation nicht beeinträchtigt wird. Zusätzlich muss die Rückenlehne jedoch problemlos berührt werden können. Die Schwingbewegungen des Stuhles können bei einigen Modellen arretiert werden. Trotzdem sollte man diese Feststellung nicht immer nutzen, da dieses Schwingen die Haltemuskulatur stärkt. Dies ist auch der Grund, warum bei einigen Modellen eine federgelagerte Sitzfläche einen ständigen Positionswechsel hervorruft. Dieser sorgt dafür, das der Sitzende wie auf einem Ball ständig ausgleichen muss. Die permanente Korrekturbewegung stärkt die Rückenmuskulatur. Welche Entwicklung die Drehstühle in der Zukunft noch durchlaufen werden, ist heute noch nicht abzusehen.